Kandierte schwarze Ribisl (Johannisbeeren) 2015

Früchte kandieren ist eigentlich ganz einfach, frau braucht nur Früchte, Zucker und Zeit :-))

 

⇒ Einen Zuckersirup aus 1 Liter Wasser, 1 ausgepresste Zitrone und 1 kg Zucker kochen. Diesen heißen Zuckersirup über die Beeren gießen und über Nacht kühl stellen.

⇒ Am nächsten Tag die Beeren in ein Sieb gießen, den Zuckersirup (er hat bereits eine tolle Farbe) aufkochen, wiederum über die Beeren gießen und über Nacht kühl stellen.

⇒ Diese Prozedur noch 3x wiederholen.

 

Dann die Beeren abgießen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, für ein paar Tage (3-4) trocknen lassen.

Anschließend werden die Beeren in Zucker gewälzt und in einer Dose im Kühlschrank aufbewahrt.

 

TIPP: Zur Dekoration von Kuchen, Muffins, für Müslis, Puddings und natürlich in kleinen Mengen zum Naschen :-))

Den Zuckersirup mit Mineralwasser oder Prosecco trinken!

  

Fermentieren 2015

Groß in Mode gekommen ist fermentieren von Gemüse und Obst. Selbst gemachtes Sauerkraut und eingelegtes Gemüse kennen wir alle aus unserer Kindheit, es ist eine Tradition und schmeckt einfach viel aromatischer als gekauftes, denn dieses ist pasteurisiert und enthält daher nicht so viele Vitamine und Phytonährstoffe, das sind natürliche bioaktive Substanzen, die in pflanzlicher Nahrung vorkommen und bei Verdauungs- und Gesundheitsstörungen äußerst hilfreich sind.

Fermentiert wird überall auf der Welt, denn immer schon versuchten die Menschen ihre Nahrungsmittel haltbar zu machen. 

Z.B. Kaffee Luwak, hier werden die Kaffeebohnen von einer Schleichkatzenart gefressen, es kann aber nur das Fruchtfleisch verdaut werden, die Kaffeebohnen werden wieder ausgeschieden, gereinigt und geröstet. Sie werden durch die Enzyme im Verdauungstrakt dieses possierlichen Tierchens fermentiert. Es ist dies der teuerste Kaffee der Welt, der einen Geschmack von Dschungel und Schokolade besitzt und von Kaffeegourmets sehr geschätzt wird.

Sandor Katz, ein Amerikaner der in Tennessee auf einer Farm lebt und arbeitet hat ein Buch über das Fermentieren geschrieben. Es ist sehr unterhaltsam zu lesen und regt dazu an, einiges auszuprobieren, weit abseits von Sauerkraut ;-)

Herr Katz fermentiert alles was er in die Finger bekommt, er stellt sogar seine eigene Misopaste her!

Abgesehen davon, dass damit Lebensmittel haltbar gemacht werden, sind fermentierte Speisen und Getränke gesund und pflegen unsere Darmflora, das ist ohne ins Detail zu gehen, die Essenz des Buches.

Die Mikroorganismen, die durch ihre Tätigkeit diesen Fermentationsprozeß möglich machen, werden von ihrer Umgebung, Temperatur,Feuchtigkeit und anderen Faktoren beeinflusst. So lautet auch sein Mantra:

 

"Unsere Vollkommenheit liegt in unserer Unvollkommenheit!"

 

Es ist also wie immer ganz einfach, es geht nur darum es zu tun:

 

Gemüse, ich habe Kohlrabi, Karotten, Zucchini und die knackigen Stiele von Rucola genommen. Das Gemüse in Stifte schneiden und mit den Rucolastengeln in ein Glas schlichten. Das wird mit Salzlake (auf ¼ l Wasser – möglichst Quellwasser – kommt ein gestrichener EL Natursalz) aufgegossen. Da das Gemüse aufsteigt muss frau es beschweren und zwar mit einem passenden Teller oder Holzbrettchen, auf das man einen (abgekochten) Stein legt. Darüber kommt ein sauberes Tuch und bereits nach ein paar Stunden sieht man schon die ersten Bläschen aufsteigen. Nach ca. 3 Tagen kann das Gemüse gegessen werden, es schmeckt köstlich und ist Balsam für unsere Darmflora. 

Die Salzlake kann ihrerseits wiederum für Salatsoßen, Suppen usw. verwendet werden. Das Gemüse in den Kühlschrank stellen.

TIPP: Experimentieren ist erwünscht!

 

Rosensirup 2015

Im Rosenmonat Juni blühen heuer die Rosen besonders verschwenderisch und bieten uns in Hülle und Fülle ihre Blüten an.

 

o   1.5 l Wasser mit 1 kg Zucker zu einem Sirup verkochen. Ein großes Sieb frisch gepflückter Rosenblätter – je dunkler die Rose, desto farbiger das Ergebnis – in den Sirup leeren und für 2 Tage kühl stellen.

o   Durch ein Tuch in einen Emailtopf abseihen. 

o   1 EL Zitronensäure dazugeben und aufkochen lassen. 2 Tropfen Bulgarisches Rosenöl vollenden das Ergebnis. 

o   In Flaschen abfüllen und auskühlen lassen.

o   Ein paar Wochen reifen lassen, wenn frau es aushält .

 

Dieser Rosensirup schmeckt mit Prosecco oder einfach über Vanilleeis geträufelt köstlich.

 

TIPP: Im Verhältnis 1:1 mit weißem Rum aufgegossen, ergibt einen wunderbaren Rosenlikör.

 

Wegerichsalz 2015

Die Wegeriche gedeihen wieder einmal prächtig in meinem Garten.

Die jungen Blättchen von Spitz- und Hirschhornwegerrich gebe ich gerne in den Salat, von den Knospen kommt ein kleiner Teil in die Hausteemischung und in den Wipferlhonig.

Da aber ständig geerntet werden kann, habe ich ein Wegerichsalz gemörsert:

 

Knospen von Spitz- und Hirschhornwegerich mit Salz fein mörsern und trocknen lassen. Die grünen Salzbröckchen nochmals vorsichtig mörsern und in Salzstreuer oder schöne Gläschen abfüllen.

 

Schmeckt köstlich zu Kartoffelgerichten, Eierspeisen oder Salaten.

 

Die wertvolle Kieselsäure der Wegeriche stärkt unser Knochengerüst, die schleimlösenden Eigenschaften wirken positiv auf die Lunge und seine blutreinigende Wirkung können wir so schon vorbereitend auf den Winter nützen!

Getrocknet hat das Salz die graugrüne Farbe der Knospen und entfaltet mit der Zeit ein feines Steinpilzaroma.

 

 

 

Teemischungen 2014

Auf einmal ist er da, der Zeitpunkt um die Teemischungen zu machen. Mutti hatte mir noch Ringelblüten, Pfefferminze und Hopfen gebracht, all das ist in meinem Garten heuer buchstäblich "ersoffen" und so konnte ich mit meiner "Teewerkstatt" beginnen :-)

 

Trotz der wirklich langen Regenperioden konnte ich einen wunderbaren Haustee mischen. 

Für meine Tochter Sophie mischte ich einen Frauen-Leber-Tee, der nach Partys wieder auf die Sprünge hilft und auch von ihren Freundinnen gerne getrunken wird.

Der 6er-Tee nach Eva Aschenbrenner, leider ist sie verstorben, gelang auch ganz passabel, die Brennessel haben mich beim mischen noch ordentlich gebrannt.

Aber die größte Freude habe ich heuer mit meinem Blütentee, dafür habe ich nur die schönsten Blüten gesammelt. Es waren oft nur kleinste Mengen, aber - oh Wunder - es ist doch eine ganze Dose voll geworden.

 

Den Rest der Blütendolden habe ich fürs Vogelfutter abgestreift, vor allem die Fenchel- und Engelwurzdolden waren doch zahlreich, wir werden ja sehen wie der Winter wird und die Vogerl sollen nicht zu kurz kommen.

 

Der Rest der Kräuter und Wurzeln wanderte in schönen Gläsern und Sackerl abgefüllt in den Keller, beim nächsten Regentag werde ich dann mit meiner "Räucherwerkstatt" beginnen :-))

 


 

Haustee 2014
Sophie's Tee
Blütentee 2014
6er Tee nach E.Aschenbrenner

Hustensaft selbstgemacht

Im Frühjahr habe ich Huflattich- und Himmelschlüsselblüten und feingeschnittene Spitzwegerichblätter mit Honig in ein Glas gefüllt. Den Rand des Glases habe ich mit Wachs verschlossen und es sodann in meinem neuen Hochbeet vergraben. Dort ist es bis zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche verblieben. 

Ich konnte daraus einen köstlichen, bernsteinfarbenen Sirup abfiltern. Dieser verbrachte noch eine wunderbare Nacht im Oktober-Blutvollmond :-)

 

Dann und wann ein Löffelchen zur Stärkung der Lunge oder natürlich bei Husten wird dieser Sirup heuer im Winter, er soll ja nach Voraussagen sehr streng werden, gute Dienste leisten.

 

Almkräutersirup

Kräutersirup und Kräuteressig

 

 

Bei Monika im Kurs haben wir Blütensirup gekocht. Auf der Wastlalm, mit ihrem riesigen Holzofen, war es naheliegend die Almkräuter auch für den Winter einzukochen.

Das Zuckerwasser köchelte also auf dem Ofen vor sich hin und wir brachten nach jeder Wanderung die schönsten und köstlich duftenden Blüten mit, die dann in den heißen Sirup gelegt wurden und eine Nacht darin auszogen.

Am nächsten Tag abseihen, nochmals kurz erwärmen und in saubere Flaschen füllen.

 

 

Auch die Brennesselblüten wurden zu köstlichem Sirup verarbeitet, es war ja alles in Hülle und Fülle vorhanden :-)

 

Oxymel - Sauerhonig

Ich, als Imkerstochter, bin immer an Honigrezepten interessiert :-)

Oxymel oder Sauerhonig ist schon sehr lange bekannt, für die Verwendung der Zutaten gibt es viele Rezepte.

Sauerhonig besteht aus Essig, Honig und verschiedenen Kräutern.

 

Die Zubereitung kann auf 3 Arten erfolgen:

 

1.) In gutem Essig fein geschnittene Kräuter, Wurzeln oder Rinden, Samen oder Blüten für 3 Wochen ansetzen. 

Abseihen und im Verhältnis 1 Teil Essig, 3 Teile Honig vermischen.

 

2.) 3 Teile Honig mit 1 Teil gutem Essig vermischen. 

In ein Glas die Kräuter, Rinden, Wurzeln ... füllen und mit dem Essig-Honig-Gemisch übergießen. Verschließen, nach 3 Wochen abseihen und in Flaschen füllen.

 

3.) Guten Essig mit den Kräutern, Samen, Blüten ... bei milder Hitze ca. 1 h lang köcheln lassen, abkühlen und abseihen.

1 Teil Essig mit 3 Teilen Honig gut verrühren und in Flaschen abfüllen.

 

Und wie verwende ich diesen Oxymel?

  • Entweder als Getränk: 1 EL auf ein Glas Wasser oder Mineralwasser, garniert mit Zitrone und Kräutern (Salbei, Minze), ein köstlicher, fein-säuerlicher Drink.
  • Täglich 1 EL unverdünnt zur Stärkung des Immunsystems eingenommen.
  • Zur Verbesserung von Salaten, Soßen und Nachspeisen.

 

Für Kinder, Erwachsene oder Senioren - durch die Auswahl der Kräuter, Wurzeln, Rinden, Blüten oder Samen kann die Wirkung in die Richtung gelenkt werden, die gewünscht ist.

Z.B. Gänseblümchen-Löwenzahn für Kinder, Frauenmantel-Schafgarbe-Rosenblätter für Frauen, Wiesenbärenklau für Männer, Tannen- und Fichtenspitzen für Husten und Erkältung, die Liste ließe sich lange fortsetzen und ich bin mir sicher, dir wird sofort einfallen, was dir schmecken könnte ;)

 

TIPP: Ich gebe gerne einen Amethyst oder Onyx in den Essig!

 



Rosenblütenessig

Rotweinrosinen

Unter Eisenmangel leiden viele Frauen und Ferritintabletten sind nicht unbedingt beliebt, weil frau oft Verstopfung bekommt.

Dieses einfache, aber sehr effektive Rezept ist für alle die gedacht, die unter Eisenmangel leiden und Rosinen mögen. Es kommt aus dem Ayurveda.

Kleine Gläschen mit gewaschenen Bio-Rosinen füllen, dann gebe ich in jedes Glas eine angequetschte Kardamom-Kapsel, eine Nelke und einen kleinen Hämatitstein.

Mit Rotwein (Burgunder, Zweigelt, Uhudler ...) aufgießen und einen Mondzyklus lang stehen lassen. (Eine Nacht im Vollmond wäre das i-Tüpferl)

 

Danach jeden Tag 1 TL Rosinen genießen! (und Achtung: den Hämatitstein nicht essen :-))

 

 

 

  

Meine Glühweingewürzmischung

Folgende Zutaten grob mörsern und mischen:

 

  • 10 g Anis
  • 20 g Gewürznelken
  • 1/2 TL frisch geriebener Muskat
  • 20 g Sternanis
  •  8 g Kardamom
  •  6 g Muskatblüte (Macis)
  • 16 g Zimtstange 
  • 16 Pimentkörner (Neugewürz)

 

In diese Gewürzmischung gebe ich noch:

 

  • kleingeschnittene, getrocknete Orangenschale (bio)
  • Kandiszucker zerstoßen
  • kleingeschnittenen kandierten Ingwer

 

In kleine Sackerl abfüllen, nett beschriften und ev. mit einer guten Flasche Rotwein verschenken.

 

 

TIPP: Wer unter Histaminunverträglichkeit leidet, oder keinen Glühwein mag kocht Lavendelglühtee:

 

Einen Liter weißen oder grünen Tee zubereiten und darin 1 EL getrocknete Lavendelblüten ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Danach abseihen und mit einer Flasche Weißwein aufgießen, nochmals erwärmen und mit Honig süßen.

Dieser Lavendelglühtee ist eine gute Alternative zu Glühwein und nicht so alkoholisch :-))

 

 

Mein Wurzelsalz

Ein Liebkind von mir, war heuer das Wurzelsalz.

7 Phiolen bestes Auseer-Ursteinsalz habe ich jeweils mit einer Wurzel verarbeitet. 

Verwendet habe ich:

 

  • Löwenzahnwurzel
  • Nelkenwurz
  • Wiesenbärenklau
  • Engelwurz
  • Enzianwurz
  • Eberwurz
  • Meisterwurz

 

Jeweils ein Stückchen Wurzel, gesammelt bei abnehmendem Mond, am Abend im Herbst habe ich fein gesäubert, geschnitten und mit dem Salz aus einer Phiole gemörsert, getrocknet und dann gesiebt.

Nachdem alle sieben Wurzeln verarbeitet waren, habe ich alles zusammengemischt und wieder auf sieben Phiolen verteilt.

Dieses Salz enthält pure "Erdkraft", stärkt das Durchhaltevermögen und vermittelt ein Gefühl von "beschützt sein".

Dieses Salz verschenke ich an 7 Frauen, die fest im Leben verwurzelt sind und doch den Kopf frei haben um Ideen in die Tat umzusetzen! 

 

Lebenselixier - Geheimnis des hohen Alters

Auf dem Flohmarkt habe ein altes Kräuterbuch gekauft, nicht uralt aber bereits in die Jahre gekommen, es heißt "Kräutergold", ich hab es nur erstanden, weil soviele "Spickzettel" aus dem Buch geschaut haben und ich so neugierig bin. Das Buch hat sich als sehr interessant herausgestellt, u.a. habe ich dieses Rezept für ein langes Leben gefunden. 

Es handelt sich um das Familienrezept eines schwedischen Arztes namens Germers, der im 104.Lebensjahr durch Sturz vom einem Pferd gestorben ist.

Ich möchte es euch nicht vorenthalten, er schreibt dazu folgendes:

 

"Schon am ersten Tag des Ansatzes kann man dieses Mittel verwenden. Man lebt lange nachher, ohne nötig zu haben, sich die Ader schlagen zu lassen. Es stärkt die Nerven und gibt den Lebensgeistern neue Kraft, schärft die Sinne, nimmt das Zittern der Glieder und die Schmerzen des Schnupfens, vertreibt Sodbrennen und fördert die Verdauung, ist gut gegen Blähung, tötet die Würmer und heilt Wunden und Magenkolik in kurzer Zeit, reinigt das Blut und fördert die Zirkulation, ist ein untrügliches Mittel gegen Gicht, fördert die Regel, gibt die verlorene Farbe wieder, laxiert unmerklich und ohne Schmerzen, wenn man zwei- bis dreifache Dosis nimmt, kurz, es ist die Wiederherstellung aller menschlichen Gesundheit, selbst für abgelebte Leute, wenn man es so gebraucht wie es unten vorgeschrieben ist.

Es treibt ohne Gefahr die Blattern heraus und hat das Bemerkenswerte an sich, daß man auch eine starke Dosis nehmen kann. Es ist ein Vorbeugungsmittel gegen ansteckende Krankheiten.

Der tägliche Gebrauch ist acht bis neun Tropfen für Männer, sieben Tropfen für Frauen, Kinder erhalten einen bis drei Tropfen im Tee. Alte Leute nehmen außer der täglichen Menge einen Löffel voll darüber."

 

Hier also das Rezept: 

  • 35,5  g Aloes bepatici (Aloes)
  •  3,75 g Zitwer
  •  3.75 g Safran, vom allerbesten
  •  3.75 g Enzian
  •  3.75 g Lärchenschwamm
  •  3.75 g Rhabarber, vom allerbesten
  •  3,75 g Venetianischen Theriak
  • 50     g Wacholder-Latwerge

 

Alle diese Mittel werden zu Pulver gestoßen, fein gesiebt, zusammen mit dem Theriak in eine große Flasche gegeben und mit 1 Liter guten Branntwein übergossen. 

Die Flasche wird mit nassem Pergament oder doppelt mit einer Blase zugebunden. Wenn dieser Verschluß trocken geworden ist, sticht man einigemal mit einer Nadel hinein, damit die Flasche durch den sich entwickelnden Dunst nicht zerplatzt. Man läßt sie hiernach neun Tage im Schatten stehen und schüttelt sie täglich zwei- bis dreimal um. Am zehnten Tage wird der Inhalt ohne Bodensatz und ohne Schütteln in ein anderes Gefäß gegossen und aufbewahrt. Hierauf wird abermals ein Liter Brantwein zugegossen und wie das erstemal verfahren und am zehnten Tage abermals abgegossen. Wenn man merkt, daß die Flüsssigkeit trübe werden will, läßt man sie durch Filtrierpapier laufen. Dann mischt man den Inhalt beider Flaschen und bewahrt ihn zum Gebrauche auf.

 

M.Lassel, der Verfasser des Kräuterbuches schreibt: "Wenn wir ein hohes Alter erreichen wollen, bleibt uns nichts anders übrig, als zurückzukehren zur Natur, zurück zu den edlen guten Heilkräutern!"

Solltest du dir also diese Kräutertropfen herstellen, bitte ich dich in Eigenverantwortung zu handeln, nur wir selbst haben den Schlüssel unserer Gesundheit in der Hand und wissen was uns gut tut, das erspart uns aber - in gewissen Fällen -  nicht den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker!

 

 

Mein Jahrestee 2013

 

Das Wetter des Jahres 2013 war fürs Kräutersammeln nicht ganz einfach, trotzdem ist  wieder eine tolle "Komposition" zusammengekommen und dieser Tee ist durch keine gekaufte Mischung zu ersetzen.

Gesundheit beginnt damit, sich den Dingen zu widmen, die Kräuter achtsam zu sammeln, sorgfältig zu trocknen und natürlich dann auch zu verwenden :-))

 

 

Meine Kräutersalze 2013

Kräutersalz herzustellen ist eigentlich recht einfach.

Ich gehe nach folgender Methode vor:

BRENNESSELSALZ: Im Frühling, wenn die ersten Spitzen erscheinen, pflücke ich eine Handvoll und mörsere sie mit groben Meersalz, lasse das Ganze trocknen und fülle es in ein Glas. 

Sobald die Brennesseln blühen, pflücke ich wieder ca. eine Handvoll und mörsere den Inhalt des Glases mit den Brennesselblüten durch, trocknen lassen und wieder ins Glas füllen. 

Wenn dann die Brennessel Samen trägt, pflücke ich diese, trocknen lassen und mit dem Brennesselsalz vermischen.

Und im Herbst, wenn Wurzelgräberzeit ist, grabe ich ein paar Brennesselwurzel aus, wasche und trockne sie, mörsern und das Pulver auch ins Brennesselsalz mischen.

So bin ich einen ganzen Zyklus lang mit den Pflanzen verbunden und bekomme ein wunderbares Kräutersalz.

 

BÄRLAUCHSALZ: Im Prinzip gehe ich wie oben vor, nur die Wurzel des Bärlauchs verwende ich nicht für Salz, sie ist zu schleimig.

Bärlauchwurzeln sind sehr intensiv, frau gibt sie einfach in gutes Olivenöl, das dann ein feines Knoblaucharoma bekommt.

Wenn der Bärlauch verblüht ist, bilden sich so kleine Knötchen, die, wenn sie noch hellgrün sind, extrem gut schmecken, später werden sie dunkelgrün und eher bitter.

 

Diese Salze kann frau in die Salzmühle füllen oder mit den Händen über das Essen streuen, jedenfalls bereichern sie kulinarisch das Küchenjahr.

 

Mein Sommermüsli 2013

Mein leichtes, einfaches Sommermüsli mische ich aus:

 

1 Pckg ungesüßte Kornflakes

1 Pckg. feinste Haferflocken

1 Pckg. gepoppten Amaranth

1 Pckg. Kokosflocken

 

Mein Serviervorschlag wäre: 

 

Pfirsichkompott, wenn frau hat, selbstgemacht, in Gläser füllen, 2 EL Müsli draufgeben. 

Eine Creme aus Topfen, geschlagenem Obers und Kokoscreme mit etwas Vanillezucker mischen und auf das Müsli schlichten.

Einen dicken Klecks Hagebuttenmarmelade (von Mutti :-) drauf und mit Zitronenmelisse verzieren.

 

Tipp: Wer keine Hagenbuttenmarmelade hat oder nicht mag, nimmt Honig!

 

 

 

Meine Kräutersirupe 2013

Das heurige Jahr ist ziemlich schwierig, was ernten und einkochen betrifft, aber nicht hoffnungslos, man muß einfach die regenfreien Tage zum ernten nützen!

Der Vorteil der riesigen Regenmengen ist das Pflanzenwachstum und so können wir schon die ersten Kräutersirupe zubereiten:

Ich mache das auf zwei Arten:

 

1.) Auf kaltem Wege: Zitronenmelisse, Pfefferminze und Erdbeer- oder Krauseminze abschneiden* und in große Gläser schlichten, etwas Zitronensäure (ca. 1-2 EL) und einige Scheiben Biozitronen dazugeben. Gerne gebe ich noch 1-2 Blättchen Duftpelargonie (Zitrone oder Rose) und ein paar Duftrosenblätter dazu.

In das Glas fülle ich 2kg Zucker und ca. 5 l Quellwasser, das ich mir zuvor vom Untersberg geholt habe.

Diese Mischung lasse ich mindestens 3 Tage stehen und rühre mehrmals täglich um. Danach in Flaschen abfüllen.

 

*Kräuter vorbereiten: Die schönen Spitzen der Minzen und Melissen abschneiden und zum Trocknen auflegen, sie werden für Tees verwendet. Die Stängel und Stiele für Sirup verwenden und die weniger schönen Teile kommen in die Kräuterjauche und werden so den Pflanzen als Dünger wieder zugeführt!

 

 

 

2.) Auf heißem Wege: Melissensirup - Anti-Stress-Sirup 

 

Zitronenmelisse abschneiden und ins Glas schlichten, 1-2 EL Zitronensäure und 1-2 Biozitronen in Scheiben dazugeben.

Ca. 5 Liter Wasser und 1.5 kg Rohrzucker aufkochen, etwas abkühlen lassen und über die Kräuter schütten. Mindestens 3 Tage stehen lassen und täglich mehrmals umrühren. In Flaschen abfüllen und genießen.

(Ein Wundermittel für Studenten!!)

 

Egal ob heiß oder kalt, mit Rohrzucker oder normalem Zucker ein köstliches Getränk aus dem eigenen Garten ist die Mühe auf jeden Fall wert!

 

Tipp: Um den Sirup für den Winter haltbar zu machen, gibt man die Flaschen  für ca. 40 Minuten bei 90° ins Backrohr.

 

 

Meine Beerenmischung 2013

Ich mache mir jedes Jahr meine eigene Beerenmischung, weil ich die gekauften nicht so gerne mag, weil sie meistens gezuckert sind.

Wenn die ersten wirklich süßen Erdbeeren auf dem Markt sind, oder selbst gepflückt werden, gehts los.

In eine eher große, flache Tupperdose fülle ich eine Lage schönster Beeren ein.

Ich beginne mit den Erdbeeren, weiter gehts mit den

 

Kirschen (ev. halbieren)

Ribisel (rot, weiß, schwarz)

Himbeeren

Stachelbeeren (wenn frau bekommt)

Schwarzbeeren

Brombeeren

Preisselbeeren (ganz wenig)

 

 

 

Es wird die ganze "Beerensaison" gesammelt, immer eine Lage schönster Beeren dazugeben und weitereinfrieren.

So zehre ich den ganzen Winter von meiner eigenen Beerenmischung und in "guten" Jahren sind sogar Walderdbeeren dabei.

VERSTEHEN SIE SPASS

Frau Vera hilft weiter!


Liebe Frau Vera    Ihr Artikel über Frau Mizi Humtidumm hat mir Mut gemacht Ihnen zu schreiben. Ich lese Woche für Woche Ihre Zeitschrift "Miesmutz" und staune  über die Mö