Topfen-Leinöl-Speise

Dr. Johanna Budwig, eine Apothekerin und Chemikerin entwickelte die Öl-Eiweißdiät zur Bekämpfung von Krebserkrankungen und konnte damit große Erfolge verzeichnen, außerdem erreichte diese sehr gescheite Frau ein hohes Alter.

 

Gute Öle sind immens wichtig für unseren Körper, er gehört - so wie eine Maschine - ordentlich geschmiert damit wir gesundheitlich auf der Höhe bleiben. 

Täglich und beständig etwas für die Gesundheit tun verbinden wir oft mit Mühseligkeit, das muß aber nicht sein, wenn wir uns vornehmen, diese Dinge mit Liebe (nämlich der Liebe zu uns selbst) zu erledigen.

 

Ich werden nun jeden Monat beschreiben, wie ich für mich dieses Konzept von Johanna Budwig umsetzen werde, es ist wirklich ganz einfach und dient der "Gesunderhaltung":

  

 

 

Jänner

1/2 Packerl Topfen mit 4-5 EL Milch, 2 EL Leinöl, 2 EL geschrotete Leinsamen und 1 TL Enzianwurzeltinktur gut verrrühren. In zwei schöne Schüsserl geben und mit ein paar eingelegten Vogelbeeren verzieren.

 

Täglich morgens genossen, wirkt diese kleine Speise wie eine tägliche Energiespritze auf unseren Organismus und ist wirklich schnell zubereitet. Außerdem können wir so unsere liebevoll angesetzten Tinkturen sinnvoll verwenden und aufbrauchen.

Bitterstoffe (Vogelbeere, Enzian), die in unserer täglichen Nahrung leider zuwenig vorhanden sind, regen die Verdauungssäfte an. Dies unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion und dämpft den Appetit auf Süßes. Bitterstoffe helfen bei der Fettverbrennung und sie neutralisieren überschüssige Säuren.

(Für meine "nicht-österreichischen" Leser: Topfen=Quark)

Februar

 

1/2 Packerl Topfen mit 4-5 EL Milch, 2 EL Johanniskrautöl und 1 TL Meisterwurztinktur gut verrühren. In zwei Schüsserl füllen und mit Brennesselsamen (ersatzweise Chiasamen) bestreuen.

 

Johanniskrautöl wirkt dem "Februar-Blues" entgegen und die Meisterwurz (Ginseng der Alpen) ist Magen-, Leber- und Gallemittel, Brennesselsamen stärken unser Blut in Bezug auf Eisenaufnahme und Chiasamen sind Nährstoff-Kraftpakete.

 

  

März

 

1/2 Packerl Topfen mit 4-5 EL Milch und 2 EL Haselnußöl verrühren. In zwei Schüsserl füllen mit Gundelrebenpulver bestreuen und 1 Tropfen Lärchenpech draufgeben.

 

Haselnußöl schmeckt köstlich und dämpft die Lust auf Süsses, Gundelrebe leitet Giftstoffe und Schwermetalle aus und Lärchenpech wirkt positiv auf die Darmgesundheit (unser Mikrobiom :-))

  

April

 

1/2 Packerl Topfen mit 4-5 EL Milch, 2 EL Marillenkernöl und 1 TL Frauenmanteltinktur verrühren, eine besonders cremige Mischung entsteht.

In Tassen füllen und mit Hagebuttenkernpulver bestreuen.

 

 

Marillenkernöl hat das Aroma von Marzipan und Amaretto und enthält besonders viel Vitamin E, es ist also auch zum Kosmetikrühren sehr wertvoll und es enthält keine Blausäure. 

Frauenmanteltinktur wirkt / macht sowohl Männer als auch Frauen "sanfter" und kann auch über einen längeren Zeitraum ohne Bedenken genommen werden.

Hagebuttenkernpulver wirkt entzündungshemmend bei Rheuma und Arthrose, außerdem tonisiert es als Rosengewächs die Leber.

 

Mai

Im Mai habe ich es ein bisschen auf die Spitze getrieben, ich habe mir den Topfen selbst gemacht, dies ist eigentlich ganz leicht:

  • 2 l Milch mit 1/2 l Buttermilch langsam erhitzen (auf ca. 80°) bis die Masse zu stocken beginnt.
  • Ein Sieb in eine Schüssel stellen und mit einem Mulltuch auslegen.
  • Die Masse vorsichtig hineinschütten, das Tuch zusammenfassen und aufhängen, damit die Flüssigkeit abrinnen kann. (Auf gar keinen Fall drücken).
  • Nach ca. 2 h ist der Topfen fertig :-) und kann weiterverarbeitet werden.

 

TIPP: Die übrig gebliebene Molke kann für Cremesuppen, Smoothies oder auch als Badezusatz verwendet werden.

 

Die weitere Vorgangsweise ist wie oben:

 

Einen Teil des Topfens mit 2-3 EL Milch, 2 EL geschroteten Leinsamen, 1 EL Kräuterpulver, 3 Tropfen Pappeltinktur und 2 EL Arganöl verrühren. In schöne Schüsserl füllen und sofort genießen.

 

Die mandelförmigen Kerne der Früchte des Arganbaumes werden in mühevoller Handarbeit von den Berberfrauen in Marokko geerntet.

Dieses Öl hilft nicht nur bei Magen- und Darmbeschwerden, sondern auch bei Herz- und Kreislaufproblemen. Es wird sowohl in der Küche als auch in der Kosmetik gerne verwendet. 

Kräuterpulver aus getrockneten Frühlingskräutern und zarten Baumblättern können wir uns bereits für das ganze Jahr vorbereiten und so unseren Organismus stärken.

Pappelknospentinktur muß nicht unbedingt sein, stärkt aber unser Immunssystem ungemein. 

 

(Bitte wie immer in Eigenverantwortung entscheiden!)

 

Juni

Topfen für 2 Schüsserl mit 2-3 EL Milch oder Buttermilch glattrühren. 2 EL Leinsamen (kann auch bereits geschrotet sein) unterheben.

 

Juni ist der Rosenmonat, deshalb habe ich einige Tröpfchen Rosenblütentinktur darübergeträufelt, wer mag streut feinst geschnittene Rosenblütenblätter darüber oder sprüht etwas Rosenwasser drauf.

Auch ein paar gehackte Pistazien schmecken köstlich dazu.

 

Das Öl des Monats ist für mich im Juni diesmal Mohnöl, es besitzt von allen Ölen den höchsten Linolsäuregehalt (mehrfach ungesättigte Fettsäure). Es ist also besonders wertvoll für unsere Gesundheit und wirkt zudem der Bildung von Altersflecken entgegen :-)

 

 

 

Juli

Im Juli hat es mir meine Freundin Monika einfach gemacht, das richtige Öl zu finden ;-) ich habe ja bei ihr den Sonnenblumen-Kosmetikkurs besucht und wie es der Zufall so will (Zufall?) lese ich gerade ein Buch über die zauberische und doch strenge Systematik des mythischen Denkens, das Mysterium der morgendlichen Geburt des Helios, der alle Sterblichen mit einem Lebenstage täglich väterlich beschenkt. Im Weltbild der Griechen geht es um Tod und Leben, Tag und Nacht, Gut und Böse, Licht und Schatten ... und dazwischen entfalten die Töchter der Sonne (Kirke, Medea, Aphrodite, Hera...) ihre Kraft. Aber woher, aus welchen Quellen haben die Griechen geschöpft? Was war oder wirkte davor? Ein spannendes Buch also und so entschied ich mich leichten Herzens für das Sonnenblumenöl.

 

Wie jedes Monat habe ich Topfen für zwei Schüsserl mit etwas Milch cremig gerührt, mit den bereits reifen Himbeeren (die schwarzen Himbeern sind die Sorte "Black Jewel") dekoriert und mit etwas Sonnenblumenöl beträufelt, fertig.

 

TIPP: Ein Sprüher Rosmarinhydrolat darüber, das wäre halt der "Muntermacher", jedenfalls ein Versuch ist es wert, ganz abgesehen von dem köstlichen Geruch.

 

Sonnenblumenöl hat einen hohen Linolsäure-Gehalt, der den Hauptteil der ungesättigten Fettsäuren bildet. Es schützt äußerlich und innerlich angewendet vor schädlichen Strahlungen wie Computer, Handy etc. 

 

 

August

Im August fiel meine Entscheidung auf das Distelöl, das aus der Färberdistel gewonnen wird und einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren hat. Es ist sehr hitzeempfindlich, hat einen nussigen Geschmack, senkt den Cholesterinspiegel und stärkt das Immunsystem.

 

Also wie immer etwas Topfen mit Milch cremig rühren, auf Schälchen verteilen und mit Distelöl beträufeln. Darüber habe ich jeweils einen TL Blütenpollen gestreut. Sie sind wahre "Kraftpakete" und wirken besonders auf unsere Nerven, bei Anspannung im Beruf oder Schule.

 

TIPP: Die Allergiker unter euch probieren zuerst eine ganz kleine Menge Blütenpollen aus ob sie auch vertragen werden!!!

 

September

Im September habe ich von meiner Schwester Heidi köstliche, frische Ziegenmilch bekommen, da gibt es nichts zu "meckern".

Mit dieser feinen Milch habe ich den Topfen cremig gerührt, in zwei Schüsserl gefüllt, mit Chiasamenöl beträufelt und mit Kornelkirsche und Salbeiblüten dekoriert.

 

Die Azteken benutzten die die Blätter der Chia-Pflanze als Gewürz und Tee, aus dem Samen wurde und wird ein Öl gepresst, mit einem der höchsten Alpha-Linolensäuregehalt der Pflanzenöle.

Dieses Öl wird auch gerne in der Naturkosmetik eingesetzt, weil es hilft die Feuchtigkeit zu binden, die Zellerneuerung zu unterstützen und somit den Alterungsprozess der Haut zu verlangsamen.

Da es sehr teuer ist, wird es in der Küche fast nicht verwendet, doch  für werdende Muttis ist es sehr wertvoll und auch uns sollte es nicht reuen, dieses Öl zu genießen.

  

Oktober

Im Herbst - das Jahr vergeht so schnell - habe ich mich für das Traubenkernöl entschieden. Meine Freundin Ulrike hat mir eine große Flasche wirklich "allerfeinstes" Traubenkernöl aus Frankreich mitgebracht, damit hat sie mir eine riesige Freude gemacht, weil dieses Öl, man nennt es auch "Mutter-Tochter-Öl"  ist zum Kosmetikrühren wertvollster Rohstoff, aber es schmeckt natürlich auch köstlich.

Es ist reich an Procyanidinen (OPC), sie hemmen die freien Radikale im Körper, es enthält Vitamin E, schützt und befeuchtet die Haut hervorragend.

 

Ich habe also Topfen mit etwas lauwarmer Milch und 2 EL Traubenkernöl cremig gerührt und ein paar kandierte Johannis- und Brombeeren darüber gestreut.

3 Tropfen frische Erlentinktur (aus den grünen Erlenzäpfchen die jetzt im Herbst zum Ansetzen auf uns warten) draufgeträufelt, rein aus dem Gefühl heraus dies würde uns gerade jetzt stärken ;-)

 

 

November

Im November fiel meine Wahl auf das Sesamöl.

Es ist seit dem Altertum bekannt und hat von Afrika ausgehend die ganze Welt erobert. Wok-Gerichte kann man sich ohne Sesamöl schlecht vorstellen, dazu verwendet frau aber das Öl das aus den gerösteten Samen gepresst wird.

Kühl und dunkel gelagert hält es sich ein ganzes Jahr lang, das ist super.

Bis zu 44 % mehrfach ungesättigte Linolsäure machen es besonders wertvoll, es festigt unsere Zähne, beugt Osteoporose und Arterienverkalkung vor und stärkt unser Herz. Es ist auch ein "Notfallmittel" bei ausgetrockneten Schleimhäuten in der Nase!

 

Topfen mit etwas warmer Milch und Leinsamen glatt rühren, in Schüsserl füllen und mit Sesamöl beträufeln, servieren :-)

Der nussige Geschmack ist köstlich.

 

Dezember

Ja nun ist das Jahr bald aus, heuer wiederum kein Schnee in Sicht, aber natürlich sprechen wir alle keinesfalls von Klimaerwärmung,  wir warten geduldig bis Jänner, denn wir wissen, der Winter kommt bestimmt :-)

Auf ein Öl wollte ich wirklich nicht verzichten, es ist in jeder Küche präsent: OLIVEN-ÖL, natürlich kaltgepresst und von bester Bio-Qualität.

Es wird als Speiseöl, Heil-, Salb- und Massageöl verwendet und das schon seit 6000 Jahren. Die in ihm enthaltene Pherole senken den Cholesterinspiegel, außerdem wirkt es vorbeugend gegen Krebs.

 

Etwas warme Milch mit dem Topfen und den Leinsamen verrühren und mit Olivenöl beträufeln. Ein paar kandierte Orangenschalen finde ich passen auch jahreszeitlich dazu.

 

 

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Frau Vera hilft weiter!


Liebe Frau Vera    Ihr Artikel über Frau Mizi Humtidumm hat mir Mut gemacht Ihnen zu schreiben. Ich lese Woche für Woche Ihre Zeitschrift "Miesmutz" und staune  über die Mö