Kräuterbündel - Smudge Sticks

Um die Almkräuter und ihren herrlichen Duft mit nach Hause zu nehmen, haben wir auf der Wastlalm Kräuterbündel gemacht!

Es ist ganz einfach:

Zuerst einen großen Blumenstrauß pflücken.

Das Grundgerüst besteht aus ca. 30 cm langen Wacholder-, Fichten- und einem Latschenzweig. Diese Zweige zusammenbinden und mit dieser Schnur (dünner Spagat oder Baumwollfaden) die Blumen und Kräuter büschelweise auf das Grundgerüst binden.

Zum Schluß eine Schlaufe zum Aufhängen machen, das Ende zurechtschneiden und das Bündel zum Trocknen aufhängen.

 

 

Während des Trocknens verströmen die Blumen einen ganz zarten Duft und auch ihr Anblick bereitet Freude.

Verwendet werden diese Kräuterbündel erst wenn sie ganz trocken sind.

An der Spitze anzünden, ein bißchen hin und her wedeln und mit dem Räucherbündel durch die Räume gehen, dabei kann frau leise ein Lied oder Mantra singen oder mit dem Rauch ihre Wünsche zum Himmel schicken :-)

 

TIPP: Ob mit Gartenkräutern, Almkräutern oder Blumen aus dem Wald, diese "smudge sticks" sind einfach zu binden und ein nettes Geschenk!

 

  

Vogelfutter selbstgemacht

Das ganze Jahr über habe ich Wald nach einem morschen Baumstamm ausschau gehalten und leider nichts gefunden :-(

So hat mir mein Vater einen Baustamm ausgehöhlt und in Stücke geschnitten. An jedes Stück hat er mir eine Schnur zum Aufhängen und ein Aststück, damit  sich die Vögel draufsetzen können, befestigt, danke Vati!

 

Diese Holzrohlinge habe ich mit einer Mischung aus:

  • Kokosfett geschmolzen
  • Samen von Sonnenblume, Kornblumen, Engelwurz
  • Nüssen und Hanfsamen
  • Früchteteemischung vom Vorjahr mit Hagebutten
  • getrocknete Apfel- und Quittenschalen

 

gefüllt und aushärten lassen. 

 

 

In den Apfelbaum gehängt und schon warn die ersten Vögel da :-))

Die rote Pestwurz - ein Mittel gegen Kopfweh

Kaum ist der Schnee weg, blüht die Pestwurz. Verwendet zu Heilzwecken wird aber nur die Rote. 

Rudolf Steiner sagt, der Mensch ist eine umgekehrte Pflanze, oder anders gesagt: im Menschen steckt - prozessual gesehen - eine umgekehrte Pflanze. Die Beziehung Pflanze - Mensch wirkt also in dem Sinn: Wurzel - Kopf, Blatt - Rumpf, Blüte - Stoffwechsel.

Wenn wir also Kopfweh haben kann uns Tee aus Wurzeln helfen. So z.B. die Rote Pestwurz. Man gräbt - wenn möglich an einem Wurzeltag bei abnehmendem Mond - die Wurzel aus, wäscht sie und schneidet kleine Stückchen, die getrocknet werden.

Zuerst blüht die Pflanze und dann wachsen erst ihre Blätter von denen die kleinen auch gepflückt und getrocknet werden. Später im Jahr nicht mehr verwenden!

Die Pestwurz ist eine alte Heilpflanze, auch Neunwurz genannt und soll daher gegen 9 Krankheiten u.a. auch die Pest, helfen. 

Aus den Blättern einen Tee zubereiten, die Wurzeln ein paar Stunden oder über Nacht in Wasser ansetzen, abseihen und erwärmen.

Was uns heute so fehlt sind unsere Wurzeln, die Trennung von Mutter Natur, weil wir verlernt haben mit ihr in Einklang zu leben. Also: Back to the roots, ein Versuch ist es zumindest wert, oder? (bitte handle in Eigenverantwortung!)

(Siegrid Hirsch, Die Kräuter in meinem Garten, A&M Verlag, S 439)

 

 

 

Frühlingskur nach Pfarrer Johann Künzle:

Es gibt viele Leute, die, ohne bettlägerig zu sein, doch fast immer unwohl sind, sie haben keinen Appetit, sind verstopft wie die Tore der Hölle, auf der Brust und im Magen fühlen sie sich voll und beklemmt, und im Kopf ist Hitze und Weh, schlafen können sie selten und dann noch unruhig und sind voll böser Träume: sie laufen allen Ärzten nach und sind deren Kreuz, schreiben allen Quacksalbern, haben schwankenden Gang und sind lebendige Jammerorgeln mit 365 Registern, oft noch mit Orchesterbegleitung. Wenn solche Leute den ernsten Willen haben, gesund zu sein, so sollten sie acht bis vierzehn Tage eine der sogenannten Frühlingskuren machen.

Sie schicken den Toni oder den Jakob mit einem Korb und einem Messer ins nächste Gebüsch. Der schneidet dort viele Schösslinge ab von allen Dornenarten, die es gibt: Rosendorn, Schwarzdorn, Weißdorn und Schosse von Brombeeren, Himbeeren, Tannen, Buchen, Haselstauden, Kirschbäumen, Eichen, Lärchen, Eschen und Pappeln. Dazu kann man noch Schösslinge nehmen von Johannisbeeren, Stachelbeeren, Obstbäumen.

Eine Handvoll dieser Mischung wird in einen Topf geworfen, ein bis zwei Liter Wasser werden dazugeschüttet, dann wird gekocht bis es "brodelt". Hievon soll die kranke Person täglich ein bis zwei Liter trinken mit Zucker.

Dieser Tee reinigt und säubert den ganzen Leib. Hat schon ganz elend kranke Leute wieder gesund und blühend gemacht. Soll jedoch die Wirkung nachhaltig sein, muß man diese Kur acht Tage lang fortsetzen.

Der verlorene Appetit kehrt wieder. Kopfweh und Druck im Leibe sind fort, die Mehlfarbe vergeht.

 

So schreibt Pfarrer Künzle und so einfach kann eine Frühjahrskur sein.

Bitte pflück nur das was du benötigst und vor allem nur das was du kennst, vergiß nicht dich zu bedanken und handle in Eigenverantwortung!

 

 

Bitte Frühling komm ....

Das wichtigste ist für mich im Frühling - raus aus die Puschen, rein in den Wald!

Jede Jahreszeit ist schön, aber im Frühling dieses Wunder des Werdens jedesmal nach dem langen Winter mitzuerleben ist - fast könnte man sagen - berauschend.

Nachdem frau das erste Himmelschlüsserl verzehrt hat, kann sie sich den anderen Kräutern widmen. Immer ein Sackerl oder Dose mitnehmen und die kleinen, frischen Blättchen von Gundelrebe, Waldmeister,  Löwenzahn, Bärlauch, Brennessel, Vogelklee, Gänseblümchen, Taubnessel, Spitzwegerich, Vogelmiere, Brunnenkresse (wenig, sie ist scharf) mitnehmen und schön auf einen Teller drapieren, eine leichte Marinade aus Zitrone, Salz, Zucker und 1 EL Mandelöl darüberlöffeln und mit Butterbrot essen.

Dieser Vitalkick schmeckt köstlich, putzt die Adern durch und reinigt das Blut. Es ist doch so einfach nach und mit den Jahreszeiten zu leben und einen Frühlingsspaziergang macht doch jeder, oder?

 

Genusstee

♥ Gesammelt wird: 

♥ Brombeerblätter (ev. fermentiert, siehe Tipp)

♥ Rosenblätter

♥ Lavendelblüten (wenig)

♥ Ringelblumen

♥ Königskerzenblüten

♥ etwas Minze

 

Ein "alle Tage-Tee"!

 

Tipp: Fermentieren: Die Blätter auf einem Tuch (bestens geeignet eine Babywindel) ausbreiten und antrocknen lassen. Mit der Schere in Streifen schneiden, mit Wasser besprühen und mit dem Nudelwalker drüberrollen, fest zusammenrollen und in ein Plastiksackerl geben, gut verschließen und 3-4 Tage warm und sonnig liegen lassen. Dann wieder öffnen, auseinanderzupfen und trocknen lassen, fertig.

Damentee

Gesammel wird: 

  • Schafgarbe
  • Frauenmantel
  • Hirtentäschl (gegen "angerührt" sein)
  • Rosenblätter (Wildrose) - 
  • Hollerbeeren (getrocknet) 
  • Rotklee
  • Melisse

Diese Teemischung schmeckt köstlich und tut jungen und älteren Frauen gleichermaßen gut  ;-)

 

                           

Wie wäre es einmal einen Jahrestee zu sammeln?

Im Frühling sprießt und

wächst es immer dass es eine Freude ist,

 

Du könntest mit dem Huflattich anfangen, das nächste wäre dann Himmelschlüsserl, Veilchen, kl.Triebe von Himbeeren und Brombeeren, Erdbeer- und Schwarzbeerblätter usw. - das ergibt einen wunderbaren Jahrestee.

Die Pflanzen sind für uns da - Mutter Erde gibt und gibt, nehmt achtsam und vergesst nicht euch zu bedanken.

Mensch und Pflanze - einatmen und ausatmen - eine wunderbare geheimnisvolle Gegenseitigkeit, wir sollte vielmehr auf unsere unmittelbare Umgebung achten.

Du brauchst nicht viel von jedem zu nehmen, denn im Laufe des Jahres kommt eine ganze Menge zusammen .

Zuhause vorsichtig trocknen und in einer Blechdose oder einem Glas aufbewahren, am Ende der Saison gut durchmischen und los gehts mit dem Trinken, was du natürlich unterm Jahr frisch auch machen könntest.

 

Durstlöscher:

 

Erdbeer-, Brombeer- und Himbeerblätter morgens aufgießen abkühlen lassen.

Zum Verfeinern Zitrone und Honig dazugeben, schmeckt köstlich und ist gesünder als jede Limo! 

 

 

Nur 5% der Weltbevölkerung können ihr Wasser direkt aus der Wasserleitung genießen, wir in Österreich gehören zu den 5%.

VERSTEHEN SIE SPASS

Frau Vera hilft weiter!


Liebe Frau Vera    Ihr Artikel über Frau Mizi Humtidumm hat mir Mut gemacht Ihnen zu schreiben. Ich lese Woche für Woche Ihre Zeitschrift "Miesmutz" und staune  über die Mö