Stubenberg am See / Steiermark

Nach Stubenberg am See im Apfelland fährt frau dem Partner zuliebe hin :-)

- natürlich wegen des dort stattfindenden Triathlon!

 

Es ist keine große Überwindung in die Steiermark zu fahren, ich mag dieses Bundesland sehr gerne und ihre Bewohner die Steirer auch, allein könnte frau schon wegen der Kräuter und Kulinarik fahren, aber die Region hat soviel mehr zu bieten.

 

Rein durch Zufall (gibt es Zufälle?) las ich über das Katerloch im Dürntal, der Name kommt von den Eulen - den sogenannten Höhlenkatern oder Waldkauzen -  ein kleiner Anruf genügte: "Ja heute Führung um 11.15!" und schon waren wir unterwegs ;-)

 

Die Höhle und ihre Geschichte ist unglaublich, wir waren schwer beeindruckt!

Allein der riesige Eingangsbereich ist überwältigend.

Bekannt ist die Höhle seit langem, aber ihre eigentlichen Entdecker waren Hermann und Regina Hofer, die auf Hochzeitsreise waren und für immer blieben. Sie verbrachten ihr restliches Leben (und sie wurden sehr alt) in und um die Höhle, erforschten sie und entdeckten immer wieder neue Abschnitte.

Es kam uns bei der Führung unvorstellbar vor, was diese zwei Leute geleistet haben, teilweise schliefen sie in der Höhle, weil der Weg nach außen zu weit und zu beschwerlich war, teilweise verbrachten sie bis zu einer Woche unter der Erde, ihre Betten stehen heute noch drinnen!

1 x in der Woche kamen sie ins Dorf (Kirchgang und Verpflegung) hinunter.

 

Jeder neu entdeckte Bereich bekam sofort einen Namen, sie bohrten und gruben Schächte, deponierten Tonnen von Gestein in den Nebenabschnitten der Höhle. Im Laufe der Zeit wurde die Höhle besser zugänglich (u.a. betonierte Stufen). Das Material und Werkzeug mußte beschwerlich mit dem Muli zur Höhle hinauftransportiert werden, es gab keine Straße und danach schleppten sie alles hinunter in die Höhle, bis zu 70 kg Last! 

 

Von der "Hoferhalle" über den "Marteldom" in die "Salomonische Prunkgalerie", aus den Namen kann man schon ersehen wie gläubig die zwei Menschen waren.

Aber das Seeparadies zum Schluß, in 135 m Tiefe,  eine unberührte Wasserlandschaft am Grunde der Höhle, unbeschreiblich schön, war dann der Höhepunkt.

Fritz Geissler (www.katerloch.at), der die Höhle von Hermann Hofer in 7jähriger Vorbereitungszeit übernommen hat und seither weiterführt, bat uns alle Handys und Fotoapparate abzustellen. Danach schaltete er das Licht aus und uns umgab eine samtene, nie zuvor gekannte Finsternis und Ruhe, hier alleine zu meditieren, dieser Wunsch kam sofort in mir hoch. (Wünschen darf frau sich alles, ob es in Erfüllung geht, ist wieder etwas anderes).

 

100 Jahre dauert es daß die Tropfsteine 3 Milimeter wachsen !! erklärte uns Fritz: "Was sind hier drinnen schon 1000 Jahre?". Es stimmt: "Angesichts dieser zeitlichen Dimensionen ist unser Leben mit all den Dingen die uns (scheinbar) sooo wichtig sind - um mit Fritz Roithinger zu sprechen - lediglich ein Fliegenschiß! 

 

Wieder aus Mutter Erdes Schoß entstiegen, empfing uns fröhliches Vogelgezwitscher und obwohl die Sonne nicht schien, spürten wir ihre Wärme.

Der Besuch in der Höhle hatte unsere Sinne geschärft und wir besonnen uns wieder auf das Wesentliche :-))))))))))))

 

 

Frühstück bei den Obauers in Werfen

Bei den  Brüdern Obauer in Werfen lernt der Sohn meiner Freundin Ulrike. 

So lud sie mich zum Frühstück ein und da ich noch nie dort war freute ich mich besonders darauf. Ich wurde nicht enttäuscht. 

Ein Frühstück vom Feinsten, Genuß pur, der Service liebevoll, lustig und unaufdringlich.

Ohne Starallüren wurde unseren neugierigen Fragen nach dem Rezept für "Eingelegte Vogelbeeren" nachgekommen, der Chef kam persönlich aus der Küche, erklärte geduldig und verschwand wieder :-))

Werfen im Regen und dazu ein gemütliches Frühstück, ich kann schon verstehen, warum die Menschen hierher kommen.

Wir können sehr stolz sein auf Salzburgs Betriebe und ihre Menschen, die mit ♥♥♥ dahinterstehen 

 

 

Wien ist anders - erfrischend anders!

"Herr Jedermann und sein Abkratius!"

 

Zum Jedermann nach Wien, das muß frau sich als Salzburgerin erst einmal trauen!

Im Lustspielhaus im 1.Bezirk in Wien wird die bereits ausgestorbene Wiener Komödie von Adi Hirschal und seinem Team wieder belebt. 

Und die Wiener lieben ihre Schauspieler, das allein ist schon eine Reise wert. 

In frecher unbekümmerter Art wird der Jedermann fürs "Volk" wiederbelebt und die Salzburger auf liebevolle Art durch den Kakao gezogen - also ein Abend zum Lachen und Ausspannen. Es wird geklatscht, daß die Hände brennen und die Schauspieler tanzen zur Freude des Publikums durch das Theaterzelt.

Die Wiener kennen keinerlei Berührungsängste und als wir uns als Salzburger zu erkennen geben, gehts gleich los: "Na seids zufrieden mit dem Obonja?? Den kriegn ma aba wieda zurück, gelt!"

Das können wir guten Gewissens versichern und lassen den Abend bei einem Glaserl gemischten Satz ausklingen :-))

 

 

 

FILZMOOS

Nach Filzmoos sollte man nicht nur wegen seiner berühmten Köchin Fr. Johanna Maier (übrigens von mir sehr verehrt) kommen, sondern auch wegen seines kleinen, feinen Schigebietes.

Märchenwald, schöne Pisten und man kann auch durch den Wald hinunter fahren, herrlich so ein Pulverschnee.

Originelle Schihütten garantiert, die ihrem Auftrag hungrige Schifahrer zu versorgen, voll gerecht werden. Wer "Zanderfilet an Champagnerkraut" möchte ist hier fehl am Platz, aber z.B.  in der Moosalm bekommt man einen "Männertraum mit scharfem Vorspiel" serviert. Was das ist? "Die Kellnerin meinte nur: "Miasts ausprobiern", was wir auch gemacht haben und ich muß sagen, kann frau nur weiterempfehlen!!

Übrigens Kellnerin, zuerst glaubt man: die ist aber schnell - schnell stellt sich jedoch heraus, das es sich um Zwillinge handelt, wie gesagt: miasts ausprobiern.

 

 

 

IM WEINVIERTEL

Während sich das "Who is Who"- Salzburgs auf dem Edelweißkränzchen vergnügt - die Anderen beleidigt sind weil sie keine Karten ergattert haben, sind wir zum "Erdball" ins verruckte Dorf Herrnbaumgarten ausgewichen. 

Das Leben spielt sich dort unter der Erde ab: In den Weinkellern die untereinander verbunden sind, treten verschiedene Bands wie z.B. A niada an Noar, der blonde Engel, Profundkontra (mit special guest: Dorli Windhager) und viele nette andere Gruppen auf. Damenspende: eine CD - zum selbst aussuchen, ein Teufelsroller und Spuckkirschen, ja wo kriegt frau das heute noch?

Und mit den richtigen Freunden bekommt man nach dem Ball frische Pizzaweckerl, Briochekipferl ofenwarm aus der Backstube von Bäckermeister Harald Schiel.

In das Weinviertel und seine Bewohner habe ich mich verliebt. So sehr ich die Berge liebe, so sehr gefällt mir diese hügelige ruhige Landschaft.

In Herrnbaumgarten gibt es das NONSEUM und das meistgetretene Kleidungsstück - nämlich der Sock - kommt dort zu Ehren. Ganze Wäscheleinen von einzelnen Socken haben dort eine Heimat gefunden.

 

VERSTEHEN SIE SPASS

Frau Vera hilft weiter!


Liebe Frau Vera    Ihr Artikel über Frau Mizi Humtidumm hat mir Mut gemacht Ihnen zu schreiben. Ich lese Woche für Woche Ihre Zeitschrift "Miesmutz" und staune  über die Mö