Am Hochgern mit Blick auf den Chiemsee

Wieder gings mit meiner Freundin, Kräuter-Christa ins Bayernland :-)

Vom Parkplatz Staudach-Egerndach maschierten wir gemütlich los auf die Vorderalm. Der Weg ließ das Hochwasser noch erahnen, wenn gleich das meiste schon wieder weggeräumt war. 

 

 

Auf der Vorderalm gabs selbstgebackenen Kuchen und Kaffee, (in Gedanken habe ich diesen "Kaffee"" eine "bohnenlose" Frechheit genannt, aber ich wollte den netten Senner nicht beleidigen).

Es ist ja lustig in Bayern, auf den Hütten gibt es nichts warmes zu Essen, nur Brote und Getränke, das hängt mit den Steuergesetzen zusammen, hat mir Christa erklärt. Nur die großen Hütten und Vereinshäuser dürfen groß aufkochen.

 

 

 

Von der Alm weg, weiter über schönste Almwiesen wanderten wir hinauf auf den Hochgern. Es geht ziemlich steil bergauf, der Weg ist fast nicht zu sehen, weil er so wunderbar zugewachsen ist. Der reinste Heilkräuterweg, frau muß dauernd stehen bleiben und fotografieren und die Fülle und Üppigkeit bewundern ... und ... schon ist das letzte Stück bewältigt und der Ausblick ist atemberaubend, ein Rundumblick vom Feinsten, alle Mühe sofort vergessen!

 

 

Wie köstlich schmeckt doch so eine Jause auf dem Berg, wenn man sie verdient hat!

Und runter zur Staudachalm, auch hier nette Hüttenleute, aber es ist schon ein Stückerl zu gehen. 

Der entzückende Waldweg führt dann zur Schnappenkirche. Sehr interessant, früher (das ist aber schon wirklich lange her) fand dort jeden Sonntag eine Messe statt, dann nur mehr einmal im Jahr, aber dafür mit Kirchtag. Gleich in der Nähe ist eine Quelle und das Interessante ist, daß die Kirche von der Bevölkerung nie richtig angenommen wurde.

Ganz bestimmt wurde dort einmal ein Quellheiligtum verehrt, aber es ist wirklich ein besonderer Platz.

 

 

Allerlei "Waldgnome und Gestalten" sind uns untergekommen, an diesem herrlichen Sommertag, den wir unten im Ort bei einem großen Eis ausklingen ließen.

 

Maria Eck in Bayern

Meine Freundin, die Kräuter-Christa aus Bayern, lud mich ein mit ihr einen Ausflug nach Maria Eck zu machen.

Treffpunkt war das Landkaufhaus an der Autobahnabfahrt Schweinbach. Hier bekommt frau wirklich alles in bester Bioqualität, Bücher, Steine, Öle und rein alles für den Haushalt, einkaufen und bei Kaminfeuer Kaffee oder Tee zu trinken, das findet frau dort, deshalb ist es der ideale Treffpunkt für uns denn jede fährt ungefähr dieselbe Strecke ;-)

Von Siegsdorf fährt man die Strasse nach Maria Eck hinauf. Entzückend dieses Bayernland! Und das Wetter hätte besser nicht sein können.

Einige Stufen führen zur Kirche hinauf um die man herumgehen kann, ein phantastischer Rundumblick belohnt für die kleine Mühe. Der Platz ist wirklich ganz besonders schön. Kirche, Kloster und Bauernhof bilden ein harmonisches Ganzes und auch der Kirchenwirt lädt zur Rast ein.

Die Geschichte von Maria Eck ist sehr interessant, natürlich ist sie nur soweit erforscht, soweit es für die Kirche nützlich ist, aber die Linden unten bei der Kapelle und der Stein davor deuten doch darauf hin, was oder wer hier in frühesten Zeiten verehrt wurde, frau muß nur die Spuren lesen können.

 

 

Zum Sonnenaufgang auf den Barmstein

Ich gebe zu es gehört ein bisschen Überwindung dazu um 4.30 sein kuscheliges Bett zu verlassen um zum Sonnenaufgang um 6.00 am kleinen Barmstein zu sitzen, aber ich finde es zahlt sich aus.

Im Frühling ist der Wald noch so hell, daß nicht einmal eine Taschenlampe notwendig ist.

Richtung Dürrnberg parkt man in der Kurve zum "kleinen Kirchenthalerl" und von dort aus rechts durch den Wald hinauf zur Ruine Thürndl, weiter bis zum ersten Bauernhof um dann den steilen Anstieg zu wagen. Schwindelfrei sollte man auf jedenfall sein.  Nach ein paar schweißtreibenden Minuten ist man oben und kann die Aussicht genießen, im Tal wirds auch bereits hell und bald geht die Sonne auf. 

Wenn man das Land so ruhig vor sich liegen sieht, kann frau sich garnicht vollstellen daß es irgendwo auf der Erde Krieg gibt oder Salzburg gerade den "Supergau" an Korruption und gegenseitigem Schuldzuschieben erlebt.

Am Berg ist Frieden und Schönheit, die Sonne beginnt die umliegenden Berge zu erleuchten und dieses Schauspiel ist jedesmal aufs Neue so beeindruckend, daß alle Mühe sofort vergessen ist.

Am Heimweg holt man sich von Feinkost Straubhaar frische Semmerl und kann mit einem schönen Gefühl in den Tag starten :-D

 

Die Almbachklamm

Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen!

 

Wenn man Richtung Berchtesgaden fährt, nach Marktschellenberg ca. noch einen Kilometer und dann rechts abbiegt, kommt man in die Almbachklamm. Ein absolut lohnendes Ausflugsziel.

Die Almbachklamm ist zu fast jeder Jahreszeit zu empfehlen, jetzt im Frühling empfängt sie einen laut und theatralisch. Das Wasser stürzt brausend durch die Schluchten und von den Wänden rinnt und tropft es nur so.

Hat man die ersten Steigungen hinter sich, beruhigt sich die Sache und frau erfreut sich an blühendem Seidelbast und Erika und an den ersten Zitronenfaltern.

Ein wunderschöner Wasserfall, der ein beliebtes Fotomotiv ist, bietet sich geradezu für die erste Rast an.

 

Stetig bergauf geht es Richtung Theresienklause, hier wurde bis ins Jahr 1963 das Wasser aufgestaut und dann wurden die Holzstämme durch das Tal hinausgeschwemmt, eine schwere und schweißtreibende, gefährliche Arbeit die längst Vergangenheit ist.

Hier angekommen - man sieht bereits die Wände des Untersbergs - dreiteilt sich der Weg.

Du könntest nach links zum Gasthof Dürrlehen wandern und frau ist gut beraten dort die Pensionistenportion zu wählen (sonst hat der Nachtisch nicht mehr platz :-)

Allein die atemberaubende Aussicht auf den Watzmann belohnt die zusätzliche Strecke.

 

Nach rechts geht der Weg zum Wahlfahrtskirchlein nach Ettenberg, es ist, wenn man genug Zeit hat zu empfehlen.

Gerade aus kommt man zur Irlmaier-Madonna (ihre Geschichte ist ein eigenes Kapitel). Ein Platz wie geschaffen zum meditieren, leider ist dort immer was los, diesmal ein Mann der eifrigst in sein i-pad hämmerte.

Von dort aus geht der Weg weiter den Berg hinauf und zieht dann eine Schleife auch Richtung Ettenberg.

Es gibt also einige Varianten wieder zurückzukehren, denn natürlich kann man auch die Klamm wieder zurückwandern und beim Kugelmühlewirt einen Riesenwindbeutel mit Sahne (alleine schafft man den aber nicht) essen.

VERSTEHEN SIE SPASS

Frau Vera hilft weiter!


Liebe Frau Vera    Ihr Artikel über Frau Mizi Humtidumm hat mir Mut gemacht Ihnen zu schreiben. Ich lese Woche für Woche Ihre Zeitschrift "Miesmutz" und staune  über die Mö